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Russland in Europa – Europa in Russland

Die Veranstaltung findet am 30. November 2017 um 19:00 Uhr im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums (Eingang Ausstellungshalle, Hinter dem Gießhaus 3, 10117 Berlin) statt.

In regelmäßigen Abständen, insbesondere in unruhigen Zeiten wie den heutigen mit ihren zahlreichen politischen und sozialen Konflikten, tauchtdas Thema Russland in Europa - Europa in Russland auf, meist allerdings verkürzt als "Russlandund der Westen". Man spricht häufig von "Sonderwegen" und von "Wertedifferenzen", von unterschiedlichen Ideen und Identitäten. Seit etwa 300 Jahren, als Zar Peter I. das Moskowiter-Reich vom "Rande" in die Mitte der europäischen Großmacht katapultierte, ist Russland immer stärker zu einem untrennbaren Bestandteil der europäischen Politik geworden.

Über diesen "Sprung" in der Geschichte wird seitdem 19. Jahrhundert innerhalb und außerhalb Russlands kontrovers diskutiert. Schriftsteller ,Philosophen und Historiker, später auch Juristen, Ökonomen und Militärs beteiligten sich an der Debatte. Zahlreiche antagonistische Begriffspaare, die teilweise noch heute benutzt werden, stammen aus diesen Anfängen: "Fortschritt" oder "Rückständigkeit", "Europa" oder "Asien".

Im Jahr 2017 kommt ein besonderes Augenmerk auf die einhundertjährigen Jubiläen der Februar und der Oktoberrevolution hinzu. Die Ausstellung im Deutschen Historischen Museum zeigt die Gegenwartsbezüge dieser Revolutionen und möchte damit auch einen Beitrag zu Einordnung und Verständnis aktueller Konflikte leisten.

Die rege Debatte der vergangenen 25 Jahre über die „vaterländische“ Geschichte und über den künftigen
Weg Russlands dreht sich nicht zuletzt um Optionen und mögliche Szenarien, die sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit ergeben könnten:

Wie wird sich Russlands Position zu den Vereinigten Staaten von Amerika und zur NATO entwickeln, wird Russland Partner oder Rivale der Europäischen Union und der OSZE, werden möglicherweise neue bilaterale Verträge und Unionen angestrebt oder versucht sich Russland als eigenständiger „global
player“?

Es diskutieren:

Prof. Dr. Xuewu Gu
Center for Global Studies, Universität Bonn

Dr. Kristiane Janeke
Kuratorin der Ausstellung „1917. Revolution. Russland
und Europa“ im Deutschen Historischen Museum

Prof. Dr. Nikolaus Katzer
Deutsches Historisches Institut Moskau
der Max Weber Stiftung

Dr. Ekaterina Makhotina
Historisches Seminar, Universität Bonn

Prof. Dr. Gwendolyn Sasse
Zentrum für Osteuropa- und internationale
Studien, Berlin

Moderation: Dr. Gesine Dornblüth

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bis zum 23. November 2017 an gid(at)maxweberstiftung.de wird gebeten.

 

 

Veranstalter

Max Weber Stiftung
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

 

 

Partner

DRadio Wissen - ein Programm von DeutschlandRadio

 

 

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung