25.03.2010, 18.00 Uhr, Leibnizhaus der Universität Hannover, Hannover
 

Wachstum und Nachhaltigkeit.
Wie gestalten wir unsere Zukunft?

Die politische Förderung wirtschaftlicher Innovationen in Deutschland und Europa zielt seit geraumer Zeit auf technologiezentrierte Bereiche ab in der Annahme, dass in diesen die größten, für unsere Gesellschaft essentiellen Beschäftigungsund Wachstumseffekte erzielt werden können. Doch wie wirken sich diese neuen Technologien auf unsere Ökosysteme aus, also auf die Grundlagen menschlichen Lebens? Um hier das Gleichgewicht zu wahren, wird Innovationsforschung zunehmend an Nachhaltigkeitsstrategien gekoppelt. Werden diese jedoch erfolgreich umgesetzt? Werden die unterschiedlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit – die ökologische, ökonomische und soziale – gleichermaßen berücksichtigt?

 

Der diagnostizierte Klimawandel ist nur eine, wenn auch sehr wichtige, Markierung auf dem Weg zum notwendigen Umdenken in unserer Industriegesellschaft. Ebenso zwingt die Endlichkeit der Ressourcen zum Umdenken beim ungehemmten Ausbeuten nicht nachwachsender Rohstoffe. 

 

Beschäftigungs- und Wachstumspotenziale liegen aber auch in weniger technologieorientierten Bereichen, wie im forschungspolitisch wenig wahrgenommenen Lowtech-Bereich, also jenem Wirtschaftssegment ohne hohen eigenen Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Wie kann man diese unterschätzten Lowtech-Bereiche forcieren, um die volkswirtschaftlich erforderlichen Steigerungsraten zu erlangen? Können innovative Dienstleistungen, die seit kurzem in den Blick der Politik rücken, eine Brücke bilden?

 

Welche Folgen hat das rasante Entwicklungstempo im Bereich neuer Technologien? Welche Strategien führen zu einem ausgewogenen Verhältnis von Wachstum und Nachhaltigkeit? Welche Stellung hat der Mensch bei all diesen Entwicklungen und wie wirken technische Innovationen auf ihn zurück?