Geisteswissenschaft im Dialog

GiD Aktuell

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Prof. Dr. Gisela Trommsdorff

Prof. Dr. Gisela Trommsdorff war Lehrstuhlinhaberin und tätig für Entwicklungspsychologie und Kulturvergleich an der Universität Konstanz, Forschungsprofessorin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Sozialwissenschaften, hatte Gastprofessuren an japanischen Universitäten, forschte kulturvergleichend über Sozialisation, Werte, Emotionen und intergenerationale Beziehungen. Sie ist Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.

 

Position zum Thema

Englisch ist die Sprache zur internationalen Verständigung der Wissenschaften, zum Austausch von Konzepten, Methoden und Ergebnissen, so wie das vorher für Latein galt.

In den Geistes und Kulturwissenschaften kann es um fach- und kulturspezifische Sachverhalte gehen, die vielleicht nur in der jeweiligen Fach- und Kultursprache erforscht und kommuniziert werden können. Diese Konzepte lassen sich nicht ohne weiteres ins Englische übersetzen.

Sehr oft handelt es sich aber um Fach- und Kulturbesonderheiten von letztlich universellen Phänomenen, deren Besonderheiten daher auch in Englisch beschrieben werden können, wenn man den jeweiligen kulturellen Kontext mit berücksichtigt.

Würde eine Wissenschaft, die sich mit unübersetzbaren Spezifika befasst, ihre Ergebnisse nur in dieser Spezialsprache kommunizieren (z. B. Japanspezifika nur in Japanisch), würde sie als Geheimwissen von Spezialisten ein Eigenleben führen, das abgekoppelt ist von der allgemeinen, internationalen Wissenschaftskommunikation und dem dort vermittelten Erkenntnisfortschritt.

Veranstalter

Max Weber Stiftung

 

 

Partner

DRadio Wissen - ein Programm von DeutschlandRadio

 

 

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung